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veröffentlicht am 17.09.2018

Wings of Paradise

Für ein globales Kunstprojekt hat Greenpeace bunte Paradiesvögel auf die Fassaden von 18 Großstädten weltweit gebracht, um auf die Zerstörung ihrer natürlichen Lebensräume aufmerksam zu machen. In Kollaboration mit Straßenkünstlern wurden die farbenprächtigen Vögeln auf Häuserfassaden gemalt. Die Streetart-KünstlerInnen Frau Isa, Kathi Macheiner und Lilo Krebernik haben in Wien auf einer Fläche von 60 Quadratmetern ihr Kunstwerk verwirklicht. Kuratiert wurde das Werk von Wolfgang Breyscha.

Von Hannah Lohrmann

Um Platz für Palmölplantagen zu schaffen wird in Indonesien jede Stunde eine Fläche an Regenwald gerodet, die der Größe von 146 Fußballfeldern entspricht. Paradiesvögel, Orang-Utans, Sumatra-Tiger und viele andere Tierarten verlieren dadurch ihren natürlichen Lebensraum. Auch die vielen indigenen Gemeinschaften, verlieren ihre Heimat zunehmend an die Palmölindustrie. So geht nicht nur unzähligen Tieren, sondern auch den Menschen vor Ort die Lebensgrundlage verloren.

Schutz der Regenwälder ist ein globales Anliegen

Die indonesischen Regenwälder sind nach jenen im Amazonas und dem Kongobecken die größten der Welt und Lebensraum für 10 bis 15 Prozent aller bekannten Säugetiere, Vögel und Pflanzenarten. Zudem helfen sie das Klima der Erde zu regulieren und gehören somit zu unseren stärksten Schutzschildern im Kampf gegen die fortschreitende Klimaerhitzung. Trotzdem werden sie von großen Konzernen Stück für Stück dezimiert.

Greenpeace fordert Verantwortlichkeit der Konzerne

Die Palmölindustrie wächst ungebremst - und somit nimmt auch die enorme Zerstörung der Regenwälder zu. Weltweit ist Palmöl in fast jedem zweiten Supermarktprodukt enthalten .

Greenpeace fordert die verantwortlichen Konzerne auf, bis zum Jahr 2020 kein Palmöl aus Regenwaldzerstörung in ihren Produkten mehr zu verwenden. Viele haben zwar in den vergangenen Jahren bereits Richtlinien eingeführt, aber in den meisten Fällen sind die Kriterien zu schwach oder werden gar nicht erst eingehalten. Unternehmen sollen sich zudem nicht auf den RSPO (Round Table of Sustainable Palmoil) berufen, da dessen Richtlinien zu schwach sind, um Regenwälder vor der Zerstörung zu schützen.

Kunst als Zeichen gegen Regenwaldzerstörung

In 18 Ländern weltweit haben Streetart-KünstlerInnen Wände mit bunten Vögeln bemalt, um auf das wichtige Thema aufmerksam zu machen.

In Wien arbeiteten die KünstlerInnen Frau Isa, Kathi Macheiner und Lilo Krebernik mehrere Tage an einer 60 Quadratmeter großen Hauswand im Markhof im dritten Wiener Gemeindebezirk. Entstanden ist ein ausdrucksstarkes und farbenprächtiges Kunstwerk, das Paradiesvögel, aber ebenso die bedrohliche Regenwaldzerstörung zeigt.

“Es ist ein großes Thema, das uns natürlich auch betrifft und deswegen ist es umso schöner, dass man die Leute selbst darauf aufmerksam machen kann”, so Frau Isa.

Mit ihrem Werk wollen die drei nun möglichst viel Aufmerksamkeit generieren, um auch andere Menschen zum Nachdenken zu bringen.

Für Frau Isa ist der Gedankenanstoß zentral, den ihr Kunstwerk auslösen soll “Wir als Menschen müssen erkennen, was wir da zerstören, wenn wir Sachen kaufen ohne darüber nachzudenken. So viele Tiere sind bedroht, so viele Pflanzen werden gerodet, nur damit wir essen können, worauf wir gerade Lust haben. Wir versuchen, genau das darzustellen: Etwas Schönes wird zerstört und das eigentlich umsonst”.

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