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Schützt den Amazonas

Wasserkraftwerke können durchaus saubere Energie liefern, wenn sie keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Natur haben. Wasserkraftwerke müssen somit auf ihre soziologischen und ökologischen Folgen untersucht werden, bevor sie geplant und gebaut werden. Megastaudämme in sensiblen Ökosystemen hingegen sind ökologisch nicht vertretbar, da sie die Zerstörung von Biodiversität und Wäldern nach sich ziehen und zur Freisetzung großer Mengen an Treibhausgasen beitragen.

  • Zerstörung von Wäldern und Biodiversität

    Megastaudämme führen oft dazu, dass riesige Gebiete überflutet und somit Wälder zerstört werden. Straßenbau und andere Infrastrukturprojekte, die im Zusammenhang mit Staudämmen stehen, haben eine weitere Zerstörung von Wäldern zur Folge. Gerade in sensiblen Ökosystemen wie dem Amazonasgebiet bedeutet dies die Zerstörung von wichtigen Lebensräumen für Tiere. Auch verändern Staudämme die Wasserkreisläufe der Flüsse, was weitere enorme Auswirkungen auf die Biodiversität und die Lebewesen hat, die im und von dem jeweiligen Fluss leben.

  • Große Mengen an Treibhausgasen

    Vor allem Megastaudämme in tropischen Regionen wie dem Amazonas-Regenwald können große Mengen an Treibhausgasemissionen freisetzen. Neben der Energie, die für den Aufbau dieser riesigen Anlagen aufgewendet werden muss, emittieren Dämme durch die Verrottung überfluteter Böden erhebliche Mengen an Treibhausgasen wie Kohlendioxid und Methan. Letzteres ist sogar um einiges klimaschädlicher als Kohlendioxid. So weisen einige Staudämme Emissionen auf, die mit denen fossiler Brennstoffe vergleichbar sind. Dämme im Amazonas-Gebiet liefern also keine saubere Energie.

  • Dürreperioden machen Wasserkraft obsolet

    Dürreperioden nehmen in Brasilien deutlich zu, was sich auch auf die Stromversorgung des Landes auswirkt. Im Jahr 2001 musste das Land die Energiezufuhr rationalisieren, nachdem aufgrund anhaltender Dürre die Wasserkraftwerke nicht genügend Strom produzieren konnten. Ein Szenario, das auch in Zukunft Probleme bereiten könnte: Eine Studie, die von der brasilianischen Regierung in Auftrag gegeben wurde, prognostiziert, dass Flüsse im Amazonasgebiet durch den Klimawandel in Zukunft erheblich weniger Wasser führen werden. So können die neuen Dämme kaum die von der Regierung eingeplante Energiemenge erzeugen. Saisonal bedingte Schwankungen werden ebenfalls zunehmen und die Produktivität über das Jahr hinweg einschränken.