Kein Palmöl und Kakao aus Regenwaldzerstörung

Milka, Schluss mit Ausbeutung

Milka, die beliebteste Schokoladenmarke in Österreich, ist tief verstrickt in Umweltzerstörung und Ausbeutung. Hinter Milka steht der US-amerikanische Lebensmittelkonzern Mondelēz International. Dieser ist einer der größten Konzerne am Markt für Risikogüter wie Palmöl und Kakao und ist für Waldzerstörung, Artensterben und Kinderarbeit entlang der Lieferkette mitverantwortlich.

Zutaten aus Regenwaldzerstörung in Österreich

Über den Mutterkonzern bezieht Milka seine Zutaten wie Palmöl und Kakao. Aktuell enthält etwa jedes zweite Produkt von Milka im österreichischen Handel Palmöl. Jedes Jahr verarbeitet der Konzern mehr als 400.000 Tonnen Kakao. Für diese Rohstoffe werden ArbeiterInnen in den Anbauländern systematisch ausgebeutet, indigenen Gemeinschaften wird Land geraubt und dort, wo bedrohte Tierarten Rückzugsgebiete finden sollten, werden gigantische Flächen Regenwald gerodet und durch Palmöl-Plantagen ersetzt.

Zahnlose freiwillige Versprechen

In den letzten zehn Jahren hat Mondelēz mehrfach versprochen, Waldzerstörung und soziale Verbrechen für ihre Produkte zu stoppen. Sie nutzen zwar nur noch RSPO-zertifiziertes Palmöl, doch selbst für dieses werden immer noch systematisch Regenwälder abgefackelt, Menschenrechte verletzt und Tiere getötet. Und auch das von Mondelēz selbst erfundene Nachhaltigkeitsprogramm Cocoa Life kann nicht garantieren, dass Regenwaldrodung und Kinderarbeit beendet werden. Laut aktuellen Berichten arbeiten schätzungsweise noch immer 1,5 Millionen Kinder in Ghana und der Elfenbeinküste im Kakaoanbau.

Fordern Sie Milka jetzt zum Handeln auf - der Konzern muss alle Lieferketten bis zur Plantage transparent offen legen und nachweisen, dass Menschenrechtsverletzungen und Regenwaldrodung gestoppt werden.

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Petitionstext

Kein Palmöl und Kakao aus Regenwaldzerstörung

Sehr geehrte Damen und Herren,

Mondelēz International hat in den vergangenen Jahren oft versprochen, dass sich der Konzern für Umweltschutz und Menschenrechte einsetzt. Doch fast alle Aktionspläne und Verpflichtungen wurden verfehlt bzw. verlängert, da die Ziele bis heute nicht erreicht wurden. Nach wie vor befeuert Mondelēz, und damit auch Milka, die Zerstörung von wichtigen Lebensräumen weltweit und nimmt dabei selbst Kinder- und Sklavenarbeit in der Lieferkette in Kauf.

Wir fordern, dass Milka die katastrophalen Bedingungen in der Lieferkette endlich beendet und Verantwortung für Umwelt und Menschen übernimmt:

  • Komplette Transparenz: Mondelēz muss seine Lieferkette bis zur Plantage zurückverfolgen können und offen legen. Die vollständige Transparenz der Lieferkette muss eine Grundbedingung für die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Produzenten sein.
  • Risikoreiche Rohstoffe wie Palmöl und Kakao dürfen nur dann von Lieferanten und Produzenten bezogen werden, wenn sie keine Wälder oder andere natürliche Ökosysteme wie Torfgebiete zerstören und keine Menschen ausgebeutet werden.
  • Mondelēz muss die Einhaltung der Menschenrechte garantieren - sowohl im eigenen Unternehmen, als auch in der eigenen Lieferkette. Dazu gehören der vollständige Schutz der Rechte und der Lebensgrundlage indigener Bevölkerungen sowie der Rechte von ArbeitnehmerInnen.
  • Lieferanten und Produzenten, die nicht nachweislich garantieren können, dass sie nicht in Abholzungen, Waldschädigungen, Ökosystemumwandlungen, Menschenrechtsverletzungen und anderen ökologischen und sozialen Verstößen involviert sind, müssen aus der Lieferkette des Unternehmens ausgeschlossen werden. Zusätzlich muss Mondelēz offenlegen, welche Lieferanten und Produzenten sie aus ihrer Lieferkette ausgeschlossen haben.

Greenpeace fordert, dass alle Konzerne hohe Umwelt- und Sozialstandards in der Lieferkette einhalten müssen und dafür auch rechtlich zur Verantwortung gezogen werden können. Dafür braucht es ein starkes EU-Gesetz für globalen Waldschutz.


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