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veröffentlicht am 21.09.2020

Europa isst die Wälder der Welt (aber wir können das stoppen!)

Die EU importiert unglaubliche 36% aller landwirtschaftlichen und tierischen Güter aus globaler Waldzerstörung. Wir brauchen jetzt ein starkes EU Gesetz, das Produkte aus Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen vom europäischen Markt ausschließt!

Die Wälder der Welt sind essentiell. Sie sind für uns wichtige Verbündete gegen die Klimakrise. Sie sind das Zuhause von Millionen Menschen und bieten weiteren Millionen Menschen die Lebensgrundlage. Sie sind auch einzigartige Lebensräume für zahlreiche Tierarten wie Jaguare, Titi-Affen, große Ameisenbären und Faultiere (erfahre mehr über sie in diesem Beitrag). Und sie beschützen uns vor neuen ansteckenden Krankheiten und potentiellen Pandemien.

Aber diese Wälder werden zerstört und das in einer alarmierenden Geschwindigkeit. Derzeit verlieren wir alle 2 Sekunden eine Waldfläche in der Größe eines Fußballfeldes! Letztes Jahr wurde der Amazonas-Regenwald in Flammen gesetzt, um mehr Flächen für Landwirtschaft zu schaffen. Und dieses Jahr geht diese Zerstörung weiter und sie scheint sogar noch schlimmer zu sein!

Vom Amazonas über das Kongobecken bis nach Indonesien werden wertvolle Regenwälder und andere Ökosysteme zerstört, um mehr Flächen für industrielle Landwirtschaft zu schaffen. Indigene Bevölkerungen werden aus ihrem Zuhause verdrängt und sogar ermordet, wenn sie sich wehren. 80% aller Waldzerstörungen hängen mit der Expansion von landwirtschaftlichen Flächen zusammen.

Diese Zerstörung passiert weit weg von Europa, aber das heißt nicht, dass Europa seine Hände in Unschuld waschen kann. Die EU importiert unglaubliche 36% aller landwirtschaftlichen und tierischen Güter aus globaler Waldzerstörung. Dazu gehören Fleisch, Palmöl und Soja, aber auch Kaffee, Kakao, Papier und andere Rohstoffe.

Die EU ist damit für mehr als 10% der weltweiten Waldzerstörung verantwortlich

Europas Supermärkte und Geschäfte sind voll mit Produkten, die mit der Zerstörung von Wäldern und Ökosystemen in Verbindung stehen. Aber Menschen in Europa sollten beim Einkaufen nicht Angst haben müssen, dass ihr Einkauf dazu beiträgt, dass Wälder zerstört werden, oder Menschenrechten verletzt werden.

Beim Consumer Goods Forum im Jahr 2010 haben mehr als 400 der größten Konzerne, zu denen viele bekannte Marken gehören, versprochen, dass bis 2020 keine Waldzerstörung mehr in ihren Lieferketten zu finden sein wird. Nun, wir haben 2020 und nicht eine einzige dieser großen Firmen hat ihr Versprechen gehalten!

Der einzige Weg, auf dem wir verhindern können, dass europäischer Konsum die Zerstörung von Wäldern vorantreibt, ist ein EU Gesetz, das solche Produkte in Europa verbietet. Wenn eine Firma ein Produkt in Europa verkaufen will, sollte sie beweisen müssen, dass sie keine Verbindung zu Waldabholzung, Zerstörung von Ökosystemen oder Menschenrechtsverletzungen in ihren Lieferketten hat.

Jetzt ist unsere Chance gekommen, dieses Waldschutzgesetz zu bekommen!

Die Europäische Kommission fragt die Öffentlichkeit was die EU gegen globale Waldzerstörung tun soll. Sie haben daher eine öffentliche Konsultation gestartet, um Menschen in Europa nach ihrer Meinung zu fragen.

Wir müssen diese Chance nutzen, um ihnen zu sagen: wir wollen ein starkes EU Gesetz, das Produkte aus Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen vom europäischen Markt ausschließt!

Die Kommission einen langen Fragebogen erstellt, der viel Zeit in Anspruch nimmt. Wir haben die wichtigsten Antworten ausgearbeitet und schicken die Antworten in Ihrem Namen direkt an die EU. Machen Sie jetzt mit und nutzen Sie Ihre Stimme für ein neues Gesetz, das sicherstellt, dass Produkte auf dem EU-Markt nicht aus Waldzerstörung kommen. Senden Sie Ihre Meinung an die EU: