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veröffentlicht am 06.08.2020

Flammeninferno im Amazonas erreicht neue Ausmaße

Die gezielten Brandstiftungen im Amazonas-Regenwald nehmen immer weiter zu. Trotzdem will die EU den Mercosur-Pakt mit Brasilien und anderen südamerikanischen Ländern durchsetzen. Klappt das, würde die bereits jetzt dramatische Zerstörung desaströse Ausmaße erreichen.

Verstummte Wälder

Brasilien, August 2020: Greenpeace-AktivistInnen fliegen über den Amazonas-Regenwald. Dabei offenbart sich ihnen ein Bild, welches sich für immer in ihr Gedächtnis brennen wird. Die einst farbenfrohe Landschaft des Waldes ist nun aschig-braun und übersäht mit Rauchwolken. Es ist ruhig geworden in der Gegend, denn das früher blühende Leben ist auf den abgebrannten Flächen bereits erloschen.

Die Flammen der Fleischindustrie

Allein in den ersten zehn August-Tagen sind über 10.000 Brände verzeichnet worden. So viele Brände gab es seit zehn Jahren nicht mehr. Riesige Flächen gingen verloren. Lebewesen wie Ameisenbären, Faultiere und Otter verlieren bei diesen jährlich wiederkehrenden Bränden immer mehr an Lebensraum - alles aufgrund der unersättlichen Gier nach Profit. Denn die Feuer werden gezielt gelegt, um Flächen für Rinderfarmen oder Plantagen freizumachen.

Die Rolle von Jair Bolsonaro

„Das menschengemachte Flammeninferno im Amazonas breitet sich im Rekordtempo aus und wird im weltgrößten Regenwald auch diesen Sommer wieder eine Spur der Vernichtung ziehen”, erklärt Lukas Meus, Waldexperte bei Greenpeace. „Ermöglicht und befeuert werden diese gewaltigen Brände von Jair Bolsonaros profitgetriebener Politik.“ Der brasilianische Präsident setzt vor allem auf Gewinnmaximierung, ungeachtet der Folgen auf im Regenwald beheimatete Lebewesen, Pflanzen und unser weltweites Klima.

Deutschland sucht Schlupflöcher

Trotz Bolsonaros zerstörerischer Umweltpolitik möchte Deutschland Brasilien als noch stärkeren Handelspartner - verbunden durch den Mercosur-Handelspakt. Ein solcher Pakt würde die ohnehin bereits verheerende Zerstörung noch weiter vorantreiben. Durch die Arbeit von Greenpeace konnte 2019 ein bindendes Veto von Österreich gegen den EU-Pakt erreicht werden. Nun versucht die deutsche Regierung das Veto mit Schlupflöchern zu umgehen.

„Jetzt ist es wichtiger denn je, dass die österreichische Bundesregierung bei ihrem Nein zum EU-Mercosur-Pakt standhaft bleibt. Sonst wird in Zukunft ein noch viel größerer Teil des Amazonas der Profitgier zum Opfer fallen und österreichische Bäuerinnen und Bauern einem noch brutaleren Preiswettkampf ausgesetzt”, so Lukas Meus.

Wir brauchen Ihre Hilfe

Wir von Greenpeace setzen uns dafür ein, dass die Regenwälder Südamerikas weiterhin erhalten bleiben.

  • Wir bündeln Millionen Stimmen weltweit und fordern Bolsonaro zum Stopp seiner Anti-Umweltpolitik auf.
  • Wir kämpfen für ein starkes Gesetz, das Güter aus Regenwaldzerstörung auf dem EU-Markt verbietet.
  • Wir setzen alles daran den zerstörerischen MERCOSUR-Pakt zu verhindern.
  • Wir wollen 8 Millionen Hektar Wald vor Ort schützen. Gemeinsam mit anderen Organisationen werden wir an 9 Orten in Brasilien, Ecuador und Peru mithilfe neuester Technologien (Satelliten, Radar, Drohnen und Tablets) weitere illegale Abholzungen aufdecken und zu verhindern versuchen.

Dabei sind wir auf private Spenden angewiesen, die unsere Arbeit möglich machen. Die Zeit drängt. Die derzeitigen Brände übertreffen alles bisher Vorstellbare und müssen gestoppt werden! Bitte helfen Sie uns jetzt mit Ihrer monatlichen Spende, zum Fortbestehen des Amazonas-Regenwaldes beizutragen.