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Schützt den Amazonas

Alternativen zu Wasserkraft gibt es in Brasilien reichlich. Diese sind nicht nur effizienter und umweltschonender als Megastaudämme, sie könnten zudem den geplanten São-Luiz-do-Tapajós-Damm ersetzen. Um das zu erreichen, müsste die brasilianische Regierung das Auftragsvolumen für erneuerbare Energiequellen um 50 Prozent jährlich erhöhen. Man kann davon ausgehen, dass die Kosten für erneuerbare Technologien mit den Jahren auch noch fallen werden: Windenergie wurde zum Beispiel innerhalb weniger Jahre zu einer der kostengünstigsten Energiequellen in Brasilien.

Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Megastaudamm-Projekt 8,4 Milliarden US-Dollar kosten wird. Eine Studie, die 245 große Staudämme weltweit analysiert hat, zeigt jedoch auf, dass 75 Prozent aller Projekte Kostenüberschreitungen erleben mussten. Die tatsächlichen Kosten lagen durchschnittlich um 96 Prozent höher, als vor Beginn der Bauarbeiten prognostiziert. Beim umstrittenen Belo-Monte-Damm stiegen die ursprünglichen Kosten von etwa 4,8 Milliarden US-Dollar auf derzeit geschätzte 9 Milliarden US-Dollar. Wir gehen somit davon aus, dass auch das São Luiz do Tapajós Projekt fast doppelt so viel kosten könnte wie derzeit vorgesehen. Statt 8,4 Milliarden US-Dollar könnten die Kosten auf 15.6 Milliarden US-Dollar steigen.

Hier sehen Sie im Vergleich dazu die derzeitigen Kosten für erneuerbare Energie mit einer vergleichbaren Energieleistung wie des Staudammprojekts. Das voraussichtlich zukünftige Sinken der Kosten für erneuerbare Energie wurde in diesen Szenarien nicht berücksichtigt.

Derzeitige Kosten für erneuerbare Energie:

Kombinationen

Garantierte Durchschnittsleistung (MW)

Gesamtbauzeit in Jahren

Investition (US$ Milliarden)

Photovoltaik (Solar) + Wind

4.425

8

15,12

Photovoltaik (Solar) + Wind + Biomasse

4.093

7

13,54

Wind + Biomasse

4.185

8

10,66