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veröffentlicht am 11.09.2020

Amazonas-Brände bedrohen zahlreiche Tiere

Brennende Hitze. Undurchsichtiger Rauch. Das unermüdliche Ringen nach Luft. Die angsterfüllten Schreie von Tieren. Klingt nach Horror? Willkommen im Amazonas-Regenwald!

Dabei gilt der weltgrößte Regenwald eigentlich als grünes Naturjuwel. Als wahrscheinlich artenreichstes Ökosystem des Planeten bietet er zahlreichen Tieren ein Zuhause. Hier sieht man Affen herumschwingen, Jaguare umherschlendern und Faultiere entspannt schlafen. Sie alle sind es, die entweder verbrennen, ersticken oder grausam vertrieben werden. Greenpeace setzt sich für ihren Schutz ein. Folgende Tiere sind unter anderem bedroht:

Titi-Affe

Der in Südamerika vorkommende Titi-Affe wird auch Springaffe genannt, weil er sich so flink von Ast zu Ast bewegen kann. Er lebt in den Baumkronen des Regenwaldes in Familien mit Eltern und Kindern - ähnlich wie wir Menschen. Trotz unserer Ähnlichkeit stellt der Mensch für ihn die größte Bedrohung dar. Denn Titi-Affen sind in Mato Grosso beheimatet; einem Gebiet, das mitunter am stärksten von der Verbrennung des kostbaren Amazonas-Regenwaldes betroffen ist.

Hyazinth-Ara

Mit edlem, ultramarinblauem Gefieder schwebt der Hyazinth-Ara über die Regenwälder Südamerikas. Er gilt mit einer Länge von bis zu einem Meter als die größte Papageienart der Welt. Der blaue Vogel wird nicht nur sehr groß, sondern auch steinalt: Bis zu 90 Jahre alte Hyazinth-Aras sind keine Seltenheit. Seine Heimat ist unter anderem der brasilianischen Bundesstaat Pará, eines der Epizentren der Waldzerstörung. Im Juli 2020 loderten dort fast 40 Prozent aller Amazonas Brände.

Jaguar

Einst war der König des Dschungels, der Jaguar, auf dem ganzen amerikanischen Kontinent aufzufinden. Diese Krönung schützt ihn aber nicht vor der Zerstörung seiner Heimat. Denn durch die Vernichtung der Wälder wurde sein Verbreitungsgebiet auf die Hälfte dezimiert. Heute stellt der Amazonas-Regenwald einen seiner letzten natürlichen Lebensräume dar. Stoppen wir die Zerstörung nicht, wird auch der Jaguar verschwinden.

Großer Ameisenbär

Ameisen, Ameisen, und noch mehr Ameisen - das ist der Speiseplan des großen Ameisenbären. Dieser verspeist bis zu 35.000 Insekten pro Tag! All das ohne Zähne, denn zum Fressen benutzt er nur seine 40cm lange klebrige Zunge. Lang ist auch sein Körper, der mit einem braun-grauen Fell bedeckt ist. Sein Fell schützt ihn aber nicht vor Flammen. Bei den letztjährigen Bränden fanden Tierschützer Ameisenbären mit Verbrennungen dritten Grades.

Faultier

Wenn man ein Faultier nach seinen Hobbys fragen würde, würde es vermutlich mit Schlafen und Nickerchen antworten. Denn das freundliche Baumtier verbringt 15-20 Stunden pro Tag in der Traumwelt. Wenn es mal wach ist, dann bewegt es sich gähnend langsam. So langsam, dass sogar Algen auf seinem Pelz wachsen. Durch seine Langsamkeit fällt es ihm besonders schwer vom rasenden Flammenfeuer zu flüchten.

„Viele (...) Tiere können den Amazonas-Flammen nicht entkommen. Sie sterben direkt durch die Brände, die Hitze der Flammen oder durch Inhalation des Rauches. Auch langfristig verändert sich das gesamte Ökosystem, an das sich die Tierwelt anpassen muss.“

Lukas Meus, Waldexperte bei Greenpeace

Klammeraffe

Klammeraffen sind wahre Akrobaten. Ihre endlos langen geschwungenen Arme und Beine tragen sie von Baum zu Baum. Eine besondere Rolle spielt der Weißwangenklammeraffe, der alleinig im Amazonas-Regenwald aufzufinden ist. Durch die Waldbrände und die Zerstörung des Amazonas ist die Primatenart immer seltener anzutreffen.

Wir müssen sofort handeln!

Verbrennt der Amazonas-Regenwald, schwindet auch der Lebensraum zahlreicher Tierarten.

Die Zeit ist knapp, da die Brandstiftungen jeden Tag weiter zunehmen.

Wir brauchen Ihre Hilfe

Wir setzen uns unermüdlich für den Schutz des Amazonas-Regenwaldes ein. Dabei sind wir zu 100% auf private Spenden angewiesen. Denn Greenpeace nimmt kein Geld vom Staat oder Konzernen. Bitte unterstützen Sie uns jetzt mit einer monatlichen Spende. Helfen Sie mit, den Amazonas-Regenwald und seine Bewohner zu schützen.