9 Tiere, die durch Palmöl und Co. bedroht sind.

Abholzung von Indonesien bis zum Amazonas

Der Hunger der Konzerne nach Rohstoffen nagt an den globalen Wäldern. Für Palmöl, Kautschuk, Rindfleisch, Soja für Tierfutter, Kakao und Kaffee werden der Amazonas, der indonesische Regenwald und der Regenwald im Kongobecken abgeholzt.

Wir stellen 9 Tiere vor, die durch Lebensraumverlust bedroht sind.

Wenn Indonesiens Regenwälder brennen, dann geschieht dies sehr oft für einen Rohstoff: Palmöl. Immer mehr Tiere verlieren ihr zuhause. Manche sind bereits vom Aussterben bedroht.

1. Sumatra-Tiger

Sumatra Tiger Indonesien

Auf der indonesischen Insel Sumatra ist die kleinste Tigerart zuhause. Sie ist nur etwa zweieinhalb Meter lang und 100 bis 140 kg schwer. Doch auch dieses Raubtier braucht große Reviere, wo es Beute finden kann – und in seiner Heimat gibt es davon immer weniger. Denn für Palmöl und Papier wird der Wald gerodet. So droht auch dem Sumatra-Tiger das Schicksal der anderen Tigerarten: drei der neun Unterarten sind bereits ausgestorben. Und vom Sumatra-Tiger gibt es nur noch wenige hundert.

2. Sumatra-Elefant

Sumatra Elefant Indonesien

Ebenso auf Sumatra in Indonesien lebt eine der kleinsten Elefantenarten: Sumatraelefanten. Die sozialen Tiere essen jeden Tag bis zu 150 kg Pflanzen, während sie durch die niedrigen Hügel der indonesischen Insel streifen. Immer größere Teile des reichen und vielfältigen Regenwaldes werden jedoch vernichtet, um eintönige Palmöl-Monokulturen anzulegen – und nicht einmal geschützte Gebiete sind verschont, wie ein Greenpeace-Report zeigte! Heute gibt es nur noch wenige Tausend von den liebenswürdigen Dickhäutern

3. Orang-Utans

Orang Utan Indonesien

Orang-Utans sind wahre Kletterkünstler: Mit ihren langen geschwungenen Fingern schwingen sie sich täglich bis zu vier Kilometer von Ast zu Ast auf der Suche nach Nahrung. Dadurch sichern sie nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Waldbewohnern eine Überlebensgrundlage. Denn beim Klettern brechen sie morsche Äste ab und schaffen damit ein lichteres Kronendach für auf dem Boden wachsende Pflanzen. Doch alle drei Orang-Utan Arten sind mittlerweile stark bedroht.

Mit dem Amazonas-Becken, dem Pantanal und dem Gran Chaco hat Südamerika einzigartige Naturräume. Doch sie werden großflächig zerstört. Vor allem gewaltige Rinderweiden und Plantagen für das Sojafutter der Tiere sind der Grund.

4. Jaguar

Jaguar Amazonas Regenwald

Südlich des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien und Argentinien befinden sich die Trockenwälder des Gran Chaco. Dort ist das südliche Ende des Verbreitungsgebietes des Jaguars, das sich einst bis in die USA erstreckte. Einst war er der unangefochtene König der Tierwelt beider amerikanischer Kontinente. .Doch der Hunger der Welt nach Fleisch frisst seine Heimat auf – immer mehr Wald wird für Tierweiden oder Sojafutterplantagen gerodet. Und so werden die Reviere des Jaguars immer kleiner.

5. Großer Ameisenbär

​Großer Ameisenbär Amazonas Regenwald

Über fast die ganze Nordhälfte Südamerikas verbreitet lebt der Große Ameisenbär. Er ist der größte der Ameisenbären und wird bis zu zwei Meter lang. Er ist in den Mythen und Fabeln der Indigenen weit verbreitet und spielt eine Rolle ähnlich wie der Fuchs in europäischen Geschichten, der andere Tiere austrickst. In der Realität sind es geschickte und soziale Tiere, die sich mit Pfeiftönen verständigen und deren Weibchen ihre noch ungeschickten Jungen auf dem Rücken tragen.

Doch der Große Ameisenbär ist derzeit in fast allen regionalen und nationalen Roten Listen als gefährdet aufgeführt. Die spezifische Ernährungsweise des Ameisenbärs, der hohe Lebensraumverlust sowie Todesfälle durch Brände und Verkehrsunfälle bedrohen sein Überleben.

6. Flachlandtapir

​Flachlandtapir Amazonas Regenwald

An den Amazonas angrenzend befindet sich das größte Feuchtgebiet der Welt, das Pantanal. Es ist einer der Lebensräume der Flachlandtapire. Mit bis zu zwei Metern länge und bis zu 225 kg Gewicht sind sie die größten Säugetiere, die es seit der Ankunft der Menschen in Südamerika noch gibt. Ihre große Schnauze hilft ihnen, vielfältige Gerüche zu unterscheiden und mit bis zu 30 Jahren sind sie außerdem sehr langlebig.

Doch auch ihr Lebensraum geht verloren, denn die landwirtschaftliche Industrie sucht immer neue Flächen, um für Rinderweiden und Sojafutterplantagen Platz zu finden.

Oft vergessen, doch um nichts weniger reicher als andere Naturräume – und genauso bedroht: Der Kongobecken-Regenwald, der zweitgrößte Regenwald der Welt. Noch gibt es dort Waldelefanten, Flachlandgorillas, Okapis und andere. Doch die Gier nach Kautschuk, Palmöl und Holz vernichtet die Naturräume und seine Tiere.

7. Afrikanischer Waldelefant

​​Afrikanischer Waldelefant Kongo

Im Westen Afrikas leben die Waldelefanten. Als reine Pflanzenfresser ernähren sie sich von Früchten und leisten einen wichtigen Beitrag für ihr Ökosystem: Sie essen Früchte, und ihr Kot ist so voller Samen, aus denen dann anderswo neue Pflanzen entspringen.In großen Familiengruppen streifen sie durch den Wald. Leider haben sie eine sehr langsame Fortpflanzungsrate und können sich deshalb nur schlecht von Verlusten erholen. Und die gibt es zuhauf: Der Regenwald im Kongobecken wird für Holz, Kautschuk und Palmöl zerstört.

8. Flachlandgorilla

Flachlandgorilla Kongo

In den Tälern und Ebenen der Länder von Angola bis Kamerun lebt der Westliche Flachlandgorilla. Er ist die kleinste Spezies der Gorillas, doch mit Körperhöhen bis zu fast 170 cm und einem Gewicht bis zu 275 kg alles andere als klein. Die Gorillas sind hoch intelligente und soziale Wesen, die in Gruppen umherstreifen.

Wo sie noch können. Denn der Raubbau an den Wäldern Westafrikas im Auftrag westlicher Konzerne zerstören das Habitat für Kautschuk, Holz und Palmöl. Und so gelten die Gorillas bereits als vom Aussterben bedroht.

9. Okapi

Okapi Kongo

Nur in der Demokratischen Republik Kongo lebt das scheue Okapi, ein Mitglied der Familie der Giraffenartigen – und deshalb auch Waldgiraffe genannt. Aber man könnte es auch als Afrikanisches Einhorn bezeichnen, denn es wurde erst so spät beschrieben, dass westliche Forscher nicht sicher waren, ob es nicht ein mythisches Tier wäre. Die Schwangerschaft der Okapis dauert über ein Jahr! Sie haben aber auch eine Lebenserwartung von rund 30 Jahren.

Leider wird der ohnehin kleine Lebensraum der Okapis immer kleiner. Denn auch der Regenwald im Kongobecken schrumpft, weil Konzerne ihre Rohstoffe von dort holen wollen.

Bald könnten all diese wundervollen Tiere verschwunden sein – und noch viele andere mehr!

Wir müssen die Ursache des Problems anpacken: Den Handel mit Produkten aus Waldzerstörung. Ein EU-Gesetz zum Schutz der globalen Wälder kann genau diesen Handel verbieten. Doch die LobbyistInnen der Konzerne wollen das Gesetz abschwächen. Stärke unseren KampaignerInnen jetzt den Rücken und unterschreibe für ein starkes EU-Waldschutzgesetz!

Jetzt Petition unterzeichnen!

Ich fordere ein starkes Gesetz, das den Handel mit Güter aus Regenwaldzerstörung in Europa verbietet!

* Pflichtfelder. Wir achten auf Ihre Privatssphäre. Näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Die Ein­willigung zur Kontakt­aufnahme können Sie jeder­zeit wider­rufen via E-Mail an service@greenpeace.at oder pos­talisch an Greenpeace in der Wiedner Hauptstraße 120-124, A-1050 Wien.

72.086
/ 80.000