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Retten wir den indonesischen Regenwald und seine Tiere

8 bedrohte Tiere in Indonesien

Die Wälder Indonesiens sind voller Leben: Hier sind so wunderbare Tiere wie der Orang-Utan, Komodowarane und Banteng Rinder beheimatet. Doch der drittgrößte Regenwald der Welt droht zu verschwinden – durch die unersättliche Gier von Konzernen nach Palmöl. Das hat drastische Konsequenzen für die hier lebenden Tiere. Diese acht Tiere sind besonders gefährdet:

Sie können ihnen auch direkt helfen und unsere Petition gleich unterschreiben.

1. Orang-Utan

Orang-Utan

Orang-Utans sind wahre Kletterkünstler: Mit ihren langen geschwungenen Fingern schwingen sie sich täglich bis zu vier Kilometer von Ast zu Ast auf der Suche nach Nahrung. Dadurch sichern sie nicht nur sich selbst, sondern auch anderen Waldbewohnern eine Überlebensgrundlage. Denn beim Klettern brechen sie morsche Äste ab und schaffen damit ein lichteres Kronendach für auf dem Boden wachsende Pflanzen. Doch alle drei Orang-Utan Arten sind mittlerweile stark bedroht.

2. Java Nashorn

Java Nashorn

Einst in weiten Teilen Südostasiens verbreitet, sind Java Nashörner heute nur noch auf der gleichnamigen indonesischen Insel aufzufinden, von der sie auch ihren Namen bekommen haben. Laut IUCN liegt die derzeitige Population bei höchstens 68 Individuen. Kennzeichnend für die Tiere ist ihr spitz zulaufendes Horn. Dieses Merkmal führte einer Legende nach dazu, dass Marco Polo sie vor rund 700 Jahren mit mystischen Einhörnern verwechselte. Da die Tiere so selten sind, konnten wir in unserer Datenbank kein Foto von ihnen finden.

3. Tiger

Tiger

Am Anfang des letzten Jahrhunderts war die weltweite Tiger Population so gewaltig eine Großstadt (rund 100 000 Individuen alleine in der asiatischen Wildnis) – heute sind davon nur noch etwa 2000 bis 3200 Tiere übrig. Drei der neun Tiger-Unterarten sind bereits ausgestorben: Nämlich der Bali-Tiger, der Kaspische-Tiger und der Java-Tiger. Die verbliebenen Arten sind vor allem in Südostasien, darunter Indonesien, angesiedelt. Dort streifen sie mit ihrem ausdrucksvollen rotbraunen Fell durch die Wälder.

4. Sumatra Elefant

Sumatra Elefanten

Elefanten gehören zu den größten lebenden Landtieren. Ein Vertreter ihrer Art ist der in Indonesien beheimatete Sumatra-Elefant, der laut IUCN vom Aussterben bedroht ist. Denn es gibt nur noch knapp 3000 von ihnen. Dabei sind die grauen Riesen wichtig für lokale Ökosysteme: Als Vielwanderer nehmen sie die Samen gefressener Pflanzen auf und geben sie wieder in ihre Umwelt ab. Zusätzlich ist ihr Dung äußerst nährstoffreich und dient damit zahlreichen Spezies als Nahrungsgrundlage.

5. Komodowaran

Komodowaran

Durch ihr beträchtliches Gewicht von bis zu 80 Kilogramm können Komodowarane im Gegensatz zu anderen artverwandten Echsen wenig bis gar nicht klettern. Anstelle davon liegen sie lieber stundenlang entspannt im Halbschatten. Aber wenn sie mal loslegen, dann so richtig – die größten Echsen der Welt können es selbst mit mächtigen Säugetieren wie Wildschweinen oder Wasserbüffeln aufnehmen.

6. Banteng

Banteng Rinder

Rotbraun, mindestens eine halbe Tonne schwer und heimischen Hausrindern zum Verwechseln ähnlich – das sind sogenannte Banteng Rinder. Obwohl ihre Brüder und Schwestern in Österreich zur Genüge vorhanden sind, sind die indonesischen Kühe bereits bedroht. Bantengs leben ähnlich wie Menschen die meiste Zeit in kleinen familiären Gruppen, bestehend aus mehreren Kühen, Bullen und Kälbern.

7. Sunda-Nebelparder

Sunda-Nebelparder

Sunda-Nebelparder sind wahre Akrobaten. Sprünge von bis zu fünf Metern sind im Regenwald-Dickicht keine Seltenheit. Mit ihren langen Krallen können die Großkatzen sogar senkrecht Bäume hinablaufen. Nebelparder sind neben dieser beeindruckenden Leistung auch für ihre eindrucksvolle Schönheit bekannt. Ihr Fell schimmert je nach Tier silbergrau bis ockergelb und gelbbraun. Wenn wir nicht handeln, droht diese Schönheit bald zu verschwinden.

8. Balistar

Balistar

Der Balistar gleicht einem fabelähnlichen Wesen: Schneeweiße Federn mit pechschwarzen Enden und ein langer, gestreckter Körper. Sein kennzeichnendes Merkmal sind kreisförmige Augenumrandungen, welche indigoblau leuchten. Leider ist die Vogelart nur noch selten aufzufinden – schätzungsweise leben nur noch knapp 50 Exemplare in freier Wildbahn.

Beispiele wie diese zeigen: Es muss sich sofort etwas ändern! Das Artensterben hat schon längst begonnen. Wir können es noch eindämmen, doch dafür müssen wir jetzt handeln!

Jetzt Petition unterzeichnen!

Bitte unterschreiben Sie die nachfolgende Petition, um die noch lebenden Tiere zu schützen! Für ein starkes EU-Gesetz, das den Import von Palmöl und anderen Gütern aus Waldzerstörung verbietet!

* Pflichtfelder. Der Petitionstext im Wortlaut. Wir achten auf Ihre Privatssphäre, näheres finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen. Die Ein­willigung zur Kontakt­aufnahme können Sie jeder­zeit wider­rufen via E-Mail an service@greenpeace.at oder pos­talisch an Greenpeace in der Wiedner Hauptstraße 120-124, A-1050 Wien.

Petitionstext

Retten wir den indonesischen Regenwald und seine Tiere

Sehr geehrte Kommissionspräsidentin van der Leyen, sehr geehrter Vize-Kommissionspräsident Timmermans, sehr geehrter Kommissar Sinkevičius, sehr geehrte Kommissarin Urpilainen,

die Wälder der Welt sind unsere Zukunft. Sie gehören zu unseren wichtigsten Verbündeten gegen die Klimaerhitzung. Sie beherbergen 80% der an Land vorkommenden Arten und sichern so das Netz des Lebens, das unser Aller Überleben sichert.

Doch die Wälder sind bedroht. Die Nachfrage nach Gütern von Europa aus sorgt für die Zerstörung von Wäldern auf der ganzen Welt. In Indonesien stirbt der Regenwald für Palmöl. Im Amazonas brennen die Wälder für Tierweiden. Weitere Wälder in Südamerika werden für Sojaplantagen vernichtet. Der Import von illegalem Tropenholz raubt seltenen Arten weltweit ihren Lebensraum.

Die EU-Kommission kann diesen Problemen entgegentreten. Sie hat noch dieses Jahr die Chance, einen starken Gesetzesentwurf vorzulegen. Er muss sicherstellen, dass …

  • … der Import von forstwirtschaftlichen Risikogütern in die EU nur erlaubt ist, wenn ihre Produktion nicht mit Waldzerstörung oder Waldschädigung in Verbindung steht. Zu diesen Risikogütern gehören unter anderem Soja, Rindfleisch, Palmöl und Kakao.
  • die Menschenrechte in der Produktion dieser Güter sichergestellt sind. Zudem dürfen die Rohstoffe nicht von Unternehmen produziert werden, die für solche ökologischen oder sozialen Auswirkungen verantwortlich sind.
  • Compliance von in der EU ansässigen Unternehmen sicherstellen. Sie müssen Sorgfaltspflicht, Rückverfolgbarkeit der Produkte, Transparenz der Lieferkette und Überprüfung durch unabhängige Dritte einhalten.

Nur mit diesem Gesetz kann die EU Verantwortung für die globalen Wälder sicherstellen. Die Zukunft der Wälder liegt in Ihrer Hand. Ich bitte Sie, diesen Vorschlag so einzubringen.


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