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Retten wir den Amazonas und seine Tiere

8 Bedrohte Tiere am Amazonas

Der Amazonas-Regenwald strotzt vor Leben: Hier leben rund zehn Prozent aller bekannten Tier- und Pflanzenarten. Doch die Ausbeutung und Zerstörung des Waldes bedroht sie. Alleine zwischen 2017 und 2018 wurde eine Milliarde Bäume gefällt – das entspricht einer Fläche zweimal so groß wie das Burgenland! Wir stellen neun gefährdete Tierarten vor. Doch auch viele andere werden durch Lebensraumverlust, Bergbau und Jagd bedroht – hilf ihnen jetzt und unterzeichne die Petition!

1. Amazonasdelfin

Amazonasdelfin

Der Amazonasdelfin, auch Boto genannt, ist eine von nur drei Flussdelfinarten weltweit und wurde bereits 1996 in die Rote Liste bedrohter Tierarten des IUCN aufgenommen. Aktuell gefährden den Amazonasdelfin vor allem geplante Staudammprojekte in der Tapajós-Region. In den Mythen der indigenen Bevölkerung am Amazonas spielt der Boto immer wieder eine Rolle. So sollen sich etwa ertrunkene Menschen den Erzählungen nach zu Flussdelfinen verwandeln. ForscherInnen schätzen,dass der Bestand an Amazonasdelfinen über einen Zeitraum von 75 Jahren bereits halbiert wurde.

2. Baumozelot

Ozelote sehen ein wenig aus wie kleine Jaguare – und in den Tupí-Guaraní-Sprachen des Amazonas bedeutet sein Name auch „Der Jaguar, der zurückweicht“.Denn der Ozelot ist viel kleiner als sein mächtiger Cousin, er wird maximal etwa 1,5 Meter lang Die nachtaktive Katze lebt auf Bäumen und jagt Kleintiere und Fische. Leider drängen Straßenbau und Ausweitung der Landwirtschaft sie immer weiter zurück.

3. Weißwangenklammeraffe

In Gruppen von 20 bis 30 Tieren bewegen sich die Weißwangenklammeraffen durchs Blätterdach des Regenwaldes und verteilen dabei Samen – denn sie sind hauptsächlich Vegetarier und damit Träger der Samen der Früchte, die sie verzehren. So sind sie ein wichtiger Teil des gesunden Regenwaldes, während sie sich mit jenen Kletterkünsten vorwärtsbewegen, die ihnen im Englischen den Namen "Spider Monkey" (Spinnenaffe) eingetragen haben. Leider wird ihr Lebensraum durch Straßenbau und Plantagen immer kleiner.

4. Flachlandtapir

Tapirjunges

Flachlandtapire sind die größten Säugetiere, die die Ankunft des Menschen in Südamerika überlebt haben. Sie werden bis zu zwei Meter lang und bis zu 225 kg schwer. Sie ernähren sich von Pflanzen und verlassen sich auf ein ausgezeichnetes Gehör, das verschiedenste Geräusche unterscheiden kann. Ihr Sehsinn ist dafür nur mäßig entwickelt. Flachlandtapire werden bis zu 30 Jahre alt – umso erstaunlicher, dass die Tragzeit der Weibchen über ein Jahr betragen kann, bevor das Junge geboren wird.

Tapire sind durch Bejagung und Lebensraumverlust in der gesamten Region gefährdet.

5. Gelbgebänderter Baumsteiger

Tarnung braucht der Gelbgebänderte Baumsteiger nicht: Seine grellen Signalfarben warnen alle Tiere, dass der Pfeilfrosch giftig ist. Das Gift schützt ihn vor Fressfeinden ebenso wie vor Pilzen und Bakterien. Er lebt nahe an Wasser und klettert auch auf Bäume.

Waldbrände, Holzeinschlag und Landwirtschaft sind große Gefahren für den gelben Baumsteiger.

6. Riesenotter

Der Riesenotter wird bis zu zwei Meter lang. Er ist ein soziales Tier, das in Familiengruppen von bis zu 15 Mitgliedern lebt. Er kann sich nur langsam fortpflanzen, weswegen er es besonders schwer hat, sich von Bedrohungen zu erholen. Überfischung, die Jagd nach seinem Fell und der Verlust von Lebensraum brachten ihn deshalb auf die Liste der gefährdeten Arten.

7. Kragenfaultier

Das Faultier steigt nur auf den Waldboden hinab, um von einem Baum zum anderen zu gelangen. Es kann dabei bis zu 24 Meter in 24 Stunden zurücklegen – womit es seinem Namen mehr als gerecht wird. Es bevorzugt eine kleine Zahl von Baun- und Lianenblättern, daneben frisst es auch Früchte und Blüten. Das Faultier ist nur etwa 75 cm groß und wiegt meist weniger als 10 kg. Leider ist sein gesamter Lebensraum sehr klein – etwas größer als Berlin, und dieses kleine Gebiet wird auch noch durch Rodungen immer weiter zersplittert. Seit 2008 gilt es als gefährdet.

8. Großer Ameisenbär

Er ist der größte der Ameisenbären und erreicht eine Länge von bis zu zwei Metern von der Nasen- bis zur Schwanzspitze. In den Mythen und Fabeln der Indigenen spielt er eine Rolle ähnlich wie der Fuchs in europäischen Geschichten, der andere Tiere schlau austrickst – in einer Geschichte beschummelt er den Jaguar so um sein Fell. In der Realität sind es geschickte Tiere, die sich mit Pfeiftönen verständigen. Die Mütter tragen ihre noch ungeschickten Jungen auf dem Rücken, bis diese sich um sich selbst kümmern können.

Der Große Ameisenbär ist derzeit in fast allen regionalen und nationalen Roten Listen als gefährdet aufgeführt. Der Bestandsverlust in den letzten 10 Jahren wurde auf mindestens 30 Prozent geschätzt. Die spezifische Ernährungsweise des Ameisenbärs, der hohe Lebensraumverlust sowie Todesfälle durch Brände und Verkehrsunfälle bedrohen sein Überleben.

Jetzt Petition unterzeichnen!

Fordern Sie die brasilianische Regierung auf, die rasante Abholzung zu stoppen und den Amazonas-Regenwald zu schützen!

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