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7 Tipps zum Schutz der Regenwälder

Noch ist es nicht zu spät, den Amazonas-Regenwald und seine Artenvielfalt zu retten. Dafür müssen wir jedoch seine rasante Zerstörung stoppen. Alleine zwischen 2017 und 2018 wurde eine Milliarde Bäume gefällt – das entspricht einer Fläche zweimal so groß wie das Burgenland!

Wir alle können zum Schutz des Regenwaldes beitragen. Denn die Abholzung des Amazonas-Regenwaldes hängt auch mit der Nachfrage in Europa zusammen. Unsere 7 Tipps zeigen, was wir im Alltag tun können:

1. Vermeiden Sie illegales Tropenholz

Kaufen Sie stattdessen Möbel aus einheimischem Holz oder gebrauchte Möbel. Denn Möbel werden teils aus Tropenholz hergestellt. Neben Aluminium-, Soja- und Fleischproduktion ist die Gewinnung von Holz einer der Hauptgründe, weshalb der Amazonas Regenwald gerodet wird. Besonders fatal: Tropenhölzer wie Ipe oder Yatoba kommen oft aus illegaler Abholzung nach Europa. Greifen Sie daher zu heimischen Holzarten. Viele gebrauchte Möbel und Holzmöbel lassen sich zudem gut reparieren.

2. Sparen Sie Aluminium

Versuchen Sie Einweg-Aluminium soweit wie möglich zu vermeiden – oder recyceln Sie es. Große Teile des Regenwaldes werden auf der Suche nach Aluminium abgeholzt. Aluminium versteckt sich aber leider auch in vielen weiteren Produkten des Alltags, wie Kaugummis, Schokoriegeln, Kaffee, Tetra-Packs, Yoghurt-Deckeln, Zahnpasta- und Senf-Tuben, Deodorant- und Getränkedosen und sogar den Deckeln von Glasflaschen.

  • Alternativen zu Alufolie und Aluminiumverpackungen
    • Getrocknete Maisblätter
    • Wiederverwertbare Bio-Folie aus Bio-Baumwolle, Harz, Jojobaöl und Bienenwachs
    • Butterbrotpapier
    • Tücher aus natürlichen Materialien
    • Verzichten Sie wo immer möglich auf Aluminium-Folie. Verwenden Sie Brotboxen und Tupperware.
    • Für Grill-Abende gibt es Edelstahl-Grillschalen, die mehrfach verwendet werden können und Einweg-Alubehälter überflüssig machen.
    • Zur Getränke-Dose gibt es die Mehrwegflasche als Alternative. Greenpeace setzt sich auch für mehr Mehrweg ein. https://plastik.greenpeace.at/mehrweg/
    • Kaufen Sie keine Kleinstpackungen wie z. B. Miniportionen Marmelade, Honig oder Kondensmilch. Auch Proben aus dem Drogeriemarkt haben oft eine aluminium-beschichtete Verpackung und sind eher ein Wegwerf-Produkt.
    • Statt Senf-Tuben Senf im Glas kaufen.
    • Kaufen Sie Bio-Kaffee, am besten von einem kleinen Röstereibetrieb, anstatt Kapseln zu verwenden. Achten Sie auf die Verpackung und die Herkunft und auf das Fair-Trade-Logo.
    • Beim Kauf eines Deodorants greifen Sie zu einem Produkt ohne Aluminium als Inhaltsstoff. Hersteller müssen diese Dosen entsprechend kennzeichnen. Achten Sie auch auf die Beschaffenheit der Verpackung, im Idealfall kaufen Sie keine Sprühdosen.
    • Elektronische Gegenstände so lange wie möglich nutzen
    • Verwenden Sie recycelte Alufolie

3. Nutzen Sie Ihr Handy so lange wie möglich

Steigen Sie auf Handys um, die langlebig sind und bei regelmäßigen Updates jahrelang stabil laufen. Oder kaufen Sie gebrauchte bzw. wieder reparierte Handys. Seltene Edelmetalle kommen meist nur in tropischen Wäldern vor. Doch sie sind für die Herstellung vieler technischer Geräte sehr wichtig. Der schnelle Verbrauch von Handy & Co. geht daher mit großen Umweltschäden einher. Im Schnitt alle zwei Jahre werden Mobiltelefone und andere Geräte ersetzt.

4. Seien Sie achtsam beim Kauf von Grillkohle

Achten Sie auch beim Grillen auf die Nachhaltigkeit. Denn Tests fanden heraus, dass in einigen Sorten Grillkohle Tropenhölzer versteckt sind. Achten Sie daher beim Kauf auf die Regionalität oder kaufen Sie gleich ab Hof. Eine mögliche Alternative wäre noch, überhaupt auf Kohle aus Abfallprodukten wie Olivenkernen umzusteigen.

5. Unterstützen Sie die österreichische Bio-Landwirtschaft

Essen Sie nur wenig Fleisch – und wenn, dann Bio-Fleisch aus Österreich statt Billigfleisch. Fleisch aus Übersee ist nicht nur mit hohem CO2-Abdruck durch Transport verbunden, für die gewaltigen Rinderfarmen wird auch Regenwald zerstört. Aber auch Billigfleisch aus Europa kann den Wald zerstören: Die Massentierhaltung verwendet oft gentechnisch verändertes Soja aus Übersee. Das Siegel Donau-Soja garantiert, dass nur gentechnik-freies Futter aus Europa verwendet wurde. Bei Bio-Produkten kommt niemals Gentechnik zum Einsatz und die Futtermittel stammen aus Österreich. Am besten ist es, weniger Fleisch zu essen – denn der Fleischkonsum der ÖsterreicherInnen liegt im Schnitt weit über dem, was gesundheitlich zu empfehlen ist.

6. Kaufen Sie fair mit vertrauenswürdigen Gütesiegeln

Orientieren Sie sich an vertrauenswürdigen Gütesiegeln. Nachweisbar fair gehandelte Produkte achten vorrangig auf soziale Produktion. Sie garantieren den Menschen einen Mindestlohn. Sie haben aber auch Mindeststandards für Wasserverbrauch, verwenden keine Gentechnik und verhindern, dass indigene Gemeinschaften ihre Heimat verlieren. Der Greenpeace Gütesiegelguide zeigt Ihnen, welche Siegel vertrauenswürdig sind und faire Bio-Herkunft garantieren.

7. Helfen Sie anderen, den Regenwald zu schützen

Ohne unsere Hilfe haben Jaguare, Tapire und Faultiere im Regenwald keine Chance. Sie können nicht selbst gegen die immer schnellere Abholzung ihres Lebensraumes vorgehen. Das müssen wir Menschen für sie tun! Deshalb ist es wichtig, dass es Organisationen wie Greenpeace gibt, mit Menschen, die sich mit ihrer gesamten Energie für den Umweltschutz engagieren. Mit Experten, die die Gefahren erkennen und Lösungen finden. Mit medienerfahrenen Menschen, die die Bevölkerung informieren. Und das jeden Tag im Jahr.

Doch wir brauchen Ihre Hilfe! Wir finanzieren unsere Arbeit zu 100 % aus privaten Spenden. Viele kleine Beiträge von Menschen wie Ihnen sichern unseren täglichen Einsatz. Bitte unterstützen auch Sie uns jetzt finanziell mit Ihrer monatlichen Spende – und wir versprechen, uns auch morgen mit voller Kraft gegen die Zerstörung der letzten Regenwälder einzusetzen! Danke.


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